Jahresrückblick – und freie Sicht auf morgen und übermorgen!

 
 
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20.12.18
Günther Sterlike

Man ertappt sich ja mit fortschreitendem Alter oft mit der vermeintlichen Erkenntnis, dass die Zeit förmlich verfliege. Auch wenn wir dieses Jahr wohl wieder ziemlich genau 365 wundervolle Tage erleben haben dürfen, ist es auch für mich überraschend und beeindruckend, was in dieser Zeit alles im Quartier A entstanden ist.

Heute vor einem Jahr war vom Quartier A noch gar nichts zu hören, wurde doch die junge Marke erst im April 2018 das erste Mal, anlässlich des Coding Contests, der Öffentlichkeit vorgestellt. Ich weiß nicht, wie sehr euch die Marke Quartier A mittlerweile schon vertraut ist, ich höre nun jedoch kaum mehr die Begriffe „Bahnhofsquartier“, „Europanflächen“, oder gar „Bahnhofsviertel“. Für mich ein gutes Signal, dass sich die Marke zunehmend emanzipiert.

Der Claim „Prototyping Future“ und der Slogan „Was hier entsteht, muss erst erfunden werden“ treffen unsere Mentalität und unseren Antrieb genau auf den Punkt. Im Juni 2018 wurde anlässlich der Planungswerkstatt unser städtebaulicher Masterplan präsentiert und der Stadt Amstetten zur Einleitung des Flächenwidmungsverfahrens übergeben. Ein städtebauliches Leitbild, das für diese Art von Städten – ich nenne sie gerne „Second Cities“ – nicht nur richtungsweisend, sondern vor allem vollinhaltlich zukunftsträchtig ist. Ich kenne in Österreich aktuell kein vergleichbares Projekt in diesem Umfang, mit diesem Anspruch, Urbanität mit ländlichem Flair zu verknüpfen – und das unmittelbar an der Drehscheibe der hochleistungsfähigen Mobilitätsachse.

Neben der Entwicklung des Masterplans und der Marke war es vor allem die Definition der Nutzungsschwerpunkte im Quartier A, die uns dieses Jahr in Form von unzähligen Veranstaltungsformaten und Diskussionsrunden in der Remise beschäftigte. Der Produktkatalog liegt nun seit einigen Tagen fertig am Tisch. Der Katalog beschreibt die inhaltliche Programmierung des Quartiers mit den Lebenswelten Arbeiten und Wohnen. Wir beschreiten hier völliges Neuland, auch im Sinne des bisherigen Verständnisses der Immobilienwirtschaft: Bislang wurden Immobilien entwickelt, geplant, gebaut – und danach am Markt um Mieter- und Käuferschaft gebuhlt. Wir haben diesen Urinstinkt ignoriert und uns im ersten Schritt um die Märkte und Zielgruppen gekümmert. Wie funktionieren die Arbeits- und Wohnwelten von morgen und übermorgen? Wie sehr sind diese Bereiche von der vielbeschworenen Disruption und Transformation betroffen? Wo ergeben sich neue und geänderte Bedarfe? Wo braucht es neue Qualitäten und neue Flexibilitäten? Wir haben in den letzten Monaten gelernt, dass die Lösungen vor allem in der Vernetzung und in der Kollaboration liegen. Dabei gilt dies sowohl für die etablierte Wirtschafts- und Industrielandschaft als auch für die junge, dynamische und kreative Szene. Unsere Remise entwickelt sich dabei zum Ort der Möglichkeiten, der Begegnung und Vernetzung. Das manifestiert sich mittlerweile durch unzählige Netzwerkveranstaltungen und der Gründung des noch sehr jungen Vereins „Werkstatt A“, der sich die Förderung der kollaborativen Innovation zur Aufgabe macht. Im Bereich des Wohnens wurden neue Qualitäten als Anforderungen definiert, die das Quartier zum attraktiven Lebensraum machen.

So gesehen ist auch für mich die Zeit gefühlt verflogen. Die Entwicklungsphase ist nun vorbei. Wir führen aktuell zahlreiche Gespräche mit interessierten Zielgruppen und bereiten die Verwertung vor. Im September 2019 erwarten wir die Flächenwidmung, dann geht’s los! Lasst euch überraschen, denn was hier entsteht, braucht jetzt nicht mehr erfunden werden.

Ich bedanke mich bei euch für euer Interesse und euer Mitwirken bei den diversen Veranstaltungen des Quartier A und wünsche euch ein frohes Fest und alles Gute für das Jahr 2019!

Beste Grüße aus dem Quartier A, euer
Günther Sterlike

 

Fotocredit: mostropolis.at